Im Moment finden keine offenen Sprechstunden der Diakonie im Achental in Grassau oder Marquartstein statt.
Telefonische Vereinbarung ist aber möglich, gerne auch auf dem Anrufbeantworter.

Beratung und Seelsorge gibt es im Rahmen der Hygieneregeln, darunter besonders
• Hilfen im Alltag für Risikogruppen
• Beratung in existentieller Not
• Wenn man gerade nicht mehr weiter weiß …

Freundeskreis Diakonie der Evangelischen Kirchengemeinde Marquartstein
Michael Soergel, B. A. (FH), Soziale Arbeit
Diakon
Systemische Seelsorge (KSPG) Evang. Luth. Kirche in Bayern

Loitshauser-Str. 14
83250 Marquartstein
Erreichbarkeit:

Im Moment nur nach telefonischer Vereinbarung unter der Telefonnummer 08641-7810
E-Mail: diakonie-marquartstein@web.de

 

Einblick in das SARAH Projekt „Hidden People“ – Seniorinnen und Senioren im Achental:

Die Künstlerin Ute Plank aus Hersbruck/ Kühnhofen hat in Cartoons verarbeitet, wie Seniorinnen und Senioren im Achental ihre Würde und Eigenständigkeit leben.
Geplant ist eine Ausstellung mit diesen Cartoons, in der Schülerinnen und Schüler der Achentalrealschule überlegen und präsentieren werden, wie Seniorinnen und Senioren dazu kommen und welche Bedingungen ihnen Besonderheiten aufnötigen und deren Zusammenhänge. (English version below)

In meinem Haus bin ich König: Meine Wohnung ist mein ganzer Stolz, früher hatte ich meine Sachen immer in Ordnung. Das was ich noch kann, will ich gerne tun. Zu meinen Defiziten stehe ich, und andere geht das nichts an. Da lass ich mir nicht dreinreden. Die Helferinnen nerven mich, und ich will sie mir vom Leib halten, denn ich fühle mich doch wohl …
Radiopredigt: In die Kirche komme ich ja nicht mehr. Meine Kinder wohnen zu weit weg. Früher war ich gerne in der Kirche, heute habe ich eine gute Radiopredigt …
Fremde Spezies: Seniorinnen und Senioren leben zurückgezogen in ihren Häusern, kaufen zu eigenen Zeiten im Achental ein. Kinder verbringen ihren Alltag in Kinderkrippen, Kindertagesstätte, Schulen, werden mit Bussen gebracht und begegnen sich nur noch selten. Und wenn, wären sie sehr zielgerichtet in ein Medium vertieft oder um etwas zu erledigen. Kinder dürfen sich von Erwachsenen nicht mehr anreden lassen, Seniorinnen und Senioren sind langsamer in ihrem Verstehen und Bewegungen, sie leben in einer eigenen Welt. Unmittelbare Begegnung führt zu Irritationen …
Barrierefrei: Im Achental fahren Busse. Das Fahrplanintervall reicht nicht, um rollatorfahrende, Geld nicht in passenden Münzen parat habende oder schlecht orientierte Senioreinnen und Senioren mitzunehmen. Anmeldung ist erforderlich, spontan geht nichts. Garantie gibt es auch nicht. Dazu kommt, wenn es mit dem erwarteten Bus nicht geklappt hat:
Lange Intervalle im Busfahrplan: Menschen die eigenständig zurecht kommen wollen, sind sehr auf Sicherheit bedacht. Fehlt die, wie im öffentlichen Nahverkehr, kann dieser nicht genutzt werden …
Hohe Hecken: Neuzugezogenen fällt in Grassau auf, dass man Menschen selten auf der Strasse und im Garten sieht. Oft sind sehr hohe Tuja-Hecken ein wunderbarer Schutz vor Eindringlingen und Begegnung. Doch was ist hinter den Hecken? Wäre es nicht schön, wenigstens kleinere Hecken zu haben? In Marquartstein wurden kräftig Hecken geschnitten …
Selbstgespräche: ich komme aus meiner Wohnung selten raus und bin Witwe. Ich arrangiere mich und bin gut zu mir selber, rede mit mir vor dem Spiegel …
Wunder der Technik: Wozu haben die jungen Leute alle so ein Wischkastltelefon? Ich hab doch schon ein Telefon und da fällt kein Netz aus. Da kann man heute billig bis nach Indien telefonieren. Unverständlich bleibt, warum die ein Telefon dabei haben, und wenn ich sie anrufe, gehen sie nicht hin ….
Lange Rettungszeiten: Wenn ich Hilfe brauche, dauert es lange bis die Ärztin oder der Arzt kommt. Und noch länger bis ich zum Arzt in die Stadt komme. Es sind auch das Landratsamt, das Jobcenter, der VdK und alle anderen Hilfestellen zu weit weg. Was nicht in den Rathäusern und den Anlaufstellen im Achental gelöst werden kann, ist mir dann auch nicht so wichtig, notfalls bleib ich halt liegen …

English version:
A view into the SARAH project “Hidden People” – senior citizens in the Achental region:
The cartoon artist Ute Plank from Hersbruck/ Kühnhofen depicted the independent and dignified living style of elderly citizens living in the Achental region.
We plan to organize an exhibition with her cartoons where students from the Achentalrealschule are invited to reflect and present about possible reasons for the shown circumstances and which implications those circumstances may have for them as well as the relationships between this.

  • I am the king of my own home. Being very proud of my place, I used to keep everything in order. I would like to continue doing everything myself as long as I am still capable of it. I am upstanding to my problems and this is not of others’ concerns. I am not willing to listen to suggestions regarding this point. The care assistants are annoying me and I would like to keep them away since I feel comfortable without them.
  • Radio church service. I am unable to get to the church anyways. My children are living too far away. I used to enjoy attending the church service, these days I am enjoying a radio church service instead.
  • Alien Specimen. Senior citizens live withdrawn in their homes and stick to their own timeslots for shopping in the Achental region. Children spend their days in nurseries, daycare homes, schools. They are brought with busses and therefore hardly meet anymore. And even if they meet, they are usually concentrated on using media or to get something done. It seems that children are not allowed to talk to adults anymore. Senior citizens on the other side are slower in their understanding and movement, they seem to live in their own world. A meeting between the two yields irritations… .
  • There are some bus routes in the Achental region. The schedule is too tight to accommodate elderly with walking aids, wrong change, or bad orientation. A registration is needed and, it is not possible spontaneously. Even then there is no guarantee either. In addition, in case the first bus did not work there are:
  • Lengthy waiting intervals between the busses…. People who wish to live independently on their own are very safety conscious. If the safety is missing, such as the case for example within public transport, this option cannot be used anymore…. .
  • High Hedges. Newcomers in Grassau will notice that people will seldomly meet on the street or in the garden. While high-growing Tuja hedges are an excellent protection from intruders and meetings, one might wonder what is behind those hedges? Wouldn’t it be nice to have a smaller hedge at least? In Marquartstein there was a huge cutdown of those hedges…
  • Self-Talk. I am a widow who seldomly leaves the house. I am getting on well and like to treat myself by talking to my own image in the mirror.
  • Technological Miracle. Why does every young fellow have such a smartphone? I am still using a landline and I never have a bad network connection. With my landline I can have cheap phone calls even to remote places like India. I cannot understand why they always carry a phone however they never pick up when I call.
  • Long Emergency Response times. If I need help it will take a long time until the doctor arrives. And it takes even longer for me to get downtown to the doctor. Furthermore, the district office, jobcenter, VdK and all other places I could get help from are too far away as well. Every problem that I cannot solve in the town hall or other offices within the Achental region is therefore less important for me and if cannot get up anymore I will have to remain laying on the ground.

 


Diakonische Arbeit im oberen Achental, eingebettet in die evangelische Kirchengemeinde.
Hier einige Schwerpunkte unseres Engagements zu dem auch die Achental-Tafel gehört:

  • Wir bringen warmes Mittagessen ins Haus
  • Wir arbeiten mit den Pflegediensten im Achental zusammen
  • Wir haben persönliche Sprechstunden: Am Donnerstag in Marquartstein: 18:00-19:00 Uhr im Diakoniebüro und am Mittwoch in Grassau: 11:30 bis 12:30 Uhr Birkenweg 1 (Eingang Niederfeldstr.) oder nach Vereinbarung
  • Wir stellen Berechtigungsscheine für die Achental-Tafel aus
  • Wir sind eine Einsatzstelle für Freiwilligendienste seit Juli 2011 (Link dazu)
  • Wir erledigen Einkäufe
  • Wir machen Besuche
  • Wir unterstützen bei der Begleitung Sterbender
  • Wir erbitten nur Kostenersatz, wenn dies tragbar ist
  • Wir beraten in allen Lebens- und Notlagen und können gangbare Wege für die Zukunft eröffnen
  • Wir unterstützen beim Schriftverkehr
  • Wir begleiten bei Spaziergängen, Arztbesuchen und Behördengängen
  • Wir beraten in besonderen Lebens- und Notlagen

Werden Sie Mitglied oder Förderer des Freundeskreises
Sie brauchen uns nur anrufen: 08641-7810. Danke!

Wohnraum für Menschen mit Migrationshintergrund

Wohnraum Für Alle – Integration braucht ein Zuhause ist ein Projekt der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern und dem Diakonischen Werk Bayern – gefördert duch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Das Projekt ist an zehn Standorten in Bayern aktiv und wird durch Arrival Aid – eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von geflüchteten Menschen – gesteuert. (Link dazu)

  • Ehrenamtliche gewinnen
  • Netzwerke auf- und ausbauen
  • Vermieter*innen kontaktieren
  • Wohnungssuche unterstützen
  • Wohnen begleiten

Gegen Vereinsamung auf dem Land

Wir versuchen Lücken in der sozialen Versorgung der Menschen im Achental zu schließen. Dabei lernen wir auch von anderen Projekten in Bayern und Europa. Auf europäischer Ebene suchen wir mit dem Projekt “Sarah” nach Handwerkszeug, um unseren Herausforderungen vor Ort besser bewältigen zu können. 

Lesen Sie dazu auch den Artikel im Traunsteiner Tagblatt.

 

Aktuelles:

Wir suchen Menschen mit Herz!

Dringend suche ich Frauen und Männer, junge oder ältere mit ein wenig Zeit und einem Herz für andere. Sprechen Sie mich an, auch unter 08641-7810!

  • Für sporadische oder regelmäßige Besuche. Sie bestimmen den Umfang!
  • Für Mitarbeit beim Seniorennachmittag
  • Im Angebot für Kinder- und Jugendliche

Dafür biete ich Ihnen Einweisung, Begleitung, Fortbildung, Angebot zu Supervision.

Freundeskreis Diakonie
Loitshauser-Str. 14
83250 Marquartstein
Telefon: 08641/ 7810
Telefax: 08641 / 61980

Unsere Bankverbindungen:
alle Konten bei der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg: (BLZ 71052050)
Evangelische Kirchengemeinde Marquartstein, Kennwort „Freundeskreis Diakonie“:
Konto-Nr. 598 862 (BLZ: 710 520 50) oder
Stiftung Diakonie im Achental Konto-Nr. 809 1357 (BLZ: 710 520 50)

Historisches:

Wir sind ausgezeichnet worden

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werks Bayern am 24. Oktober 2013 in Nürnberg fand die Preisverleihung des Diakonie-Wettbewerbs 2013 statt.Unter dem Motto des Jahresthemas 2013/14 der bayerischen Diakonie “Diakonie macht Sinn” richtete die Ausschreibung des Wettbewerbes sich an Diakonievereine, die in Kirchengemeinden verwurzelt sind. Es wurde um Tätigkeitsberichte gebeten, warum ein Diakonieverein Sinn macht und wie neue Mitglieder gewonnen werden können. Folgende Preise wurden verliehen:

1. Preis in Höhe von 2.000 Euro, gespendet von der Pax Bruderhilfe Familienfürsorge, an den Diakonieverein St. Peter in Nürnberg

2. Preis in Höhe von 1.500 Euro, gespendet von der CURACON Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, an die Stiftung Diakonie im Achental und den Freundeskreis Diakonie im Achental (Marquartstein, Oberbayern)

3. Preis in Höhe von 1.000 Euro, gespendet von der EKK, an den Diakonieverein Oberer Zenngrund e. V. (Westmittelfranken)